GEHER-RUNDBRIEF

Allgemeine Ausschreibungsbestimmungen
für Deutsche Meisterschaften

  1. Teilnahmeberechtigt an Deutschen Meisterschaften sind nur Mitglieder mit gültigem Startrecht für einen Verein oder eine Leichtathletikgemeinschaft im Verbandsgebiet des DLV. Das gültige Startrecht ist am Besitz des Startpasses zu erkennen.
  2. Sind Mindestleistungen Voraussetzung für die Teilnahme an Deutschen Meisterschaften, müssen diese bei genehmigten und verbandsbeaufsichtigten Veranstaltungen des laufenden Jahres bis zum Meldeschlusstermin erzielt worden sein. Es werden nur Leistungen anerkannt, die unter regulären Bedingungen erzielt wurden. Nicht anerkannt werden Leistungen, die bei Volksläufen erzielt wurden, sowie Hallenleistungen für die Freiluftveranstaltungen.
    In Ausnahmefällen können die Vorsitzenden der Bundesausschüsse Leistungssport bzw. Jugend Athleten vom Nachweis der Mindestleistung freistellen, wenn dies aus Gründen der Nominierung für internationale Einsätze, der Bildung der Nationalmannschaft oder bei entsprechenden Perspektiven geboten ist. Voraussetzung ist in jedem Fall die ordnungsgemäße Meldung zum festgesetzten Meldetermin.
  3. Es sind vollständig mit Maschinen- oder Blockschrift ausgefüllte Meldevordrucke zu verwenden. Alle Meldungen sind dreifach zu den genannten Terminen an den eigenen Landesverband einzureichen, der sie zweifach - nach Überprüfung auf Vollständigkeit der Angaben, der Teilnahmeberechtigung und der Erfüllung der Mindestleistungen - umgehend an den jeweils zuständigen Ausrichter weiterleitet. Mit Ausnahme der Ergebnisse von Landesmeisterschaften und in den Fällen, in denen Bestenlistenplätze für eine Normerfüllung ausreichen sind, müssen Leistungsbescheinigungen als Nachweis mit der Meldung vorgelegt werden. Die Meldetermine beziehen sich auf den Eingang beim eigenen Landesverband - sie müssen unbedingt eingehalten werden. Nachmeldungen sind nicht möglich. Unberechtigt abgegebene, mündliche, telefonische, zu spät eingehende oder an den Ausrichter direkt gesandte Meldungen werden nicht berücksichtigt. Eine Benachrichtigung darüber erfolgt nicht.
  4. Es werden Organisationsgebühren erhoben, die zusammen mit der Meldung fällig und an die ausrichtende Leichtathletik-Organisation zu zahlen sind. Die Organisationsgebühren sind spätestens durch Barzahlung am Wettkampftag an den Ausrichter Vereinsweise zu entrichten. Da die Gebühren mit der Meldung fällig werden, sind sie auch im Fall des Nichtantretens zu entrichten. Derzeit betragen die Organisationsgebühren für Männer/Frauen:
    15,-- DM für Einzelwettbewerbe
    35,-- DM für Straßenwettbewerbe bis 15 km
    45,-- DM für Straßenwettbewerbe bis 25 km
    60,-- DM für Straßenwettbewerbe über 25 km
  5. Am Wettkampftag hat eine Meldung am Stellplatz zu erfolgen, und zwar grundsätzlich 90 Minuten vor Beginn des jeweiligen Wettbewerbs. Für die pünktliche Abgabe der Meldung bzw. der Stellplatzkarte ist ausschließlich der Aktive verantwortlich.
  6. Werbung auf der Wettkampfkleidung sowie den Trainingsanzügen und Taschen ist eingeschränkt zulässig. Hierzu gibt die Regel 18 der Internationalen Wettkampfbestimmungen nähere Auskünfte.
    Die ausgegebenen Startnummern müssen unverändert getragen werden, d.h. mögliche Sponsorenidentifikationen müssen voll sichtbar sein. Bei Verstößen gegen die Werbebestimmungen kann ein Teilnehmer vom Wettkampf ausgeschlossen werden.
  7. Ein Meistertitel wird nur vergeben, wenn in den ausgeschriebenen Wertungsklassen jeweils drei Teilnehmer antreten bzw. zwei Mannschaften in die Wertung kommen. Es wird angestrebt, die Siegerehrung möglichst unmittelbar nach Beendigung eines Wettbewerbs durchzuführen. Es werden grundsätzlich die besten acht Teilnehmer bzw. Mannschaften geehrte.
  8. Einsprüche, die sich gegen das Teilnahmerecht richten, sind unverzüglich - spätestens 30 Minuten nach Aushang der Wettkampflisten - bei dem Wettkampfleiter einzulegen. Einsprüche, die das Ergebnis oder die Durchführung des Wettkampfes betreffen, sind vom dem Athleten oder ihren Beauftragten unverzüglich - spätestens innerhalb von 30 Minuten nach Bekanntgabe des Ergebnisses - mündlich beim Schiedsrichter einzulegen. Kann der Einspruch nicht unmittelbar dem Schiedsrichter vorgetragen werden, ist er am Stellplatz vorzubringen. Gegen die jeweiligen Entscheidungen des Wettkampfleiters oder des Schiedsrichters ist Berufung möglich. Auch die Berufung ist unverzüglich - spätestens 30 Minuten nach Bekanntgabe der Entscheidung schriftlich unter Hinterlegung von 150 DM (bei Jugend- und Schülermeisterschaften 100 DM) beim Schiedsgericht einzulegen. Die Berufung kann unter Verwendung entsprechender Vordrucke, die in der Regel am Stellplatz vorrätig sind, dort eingelegt werden.
  9. Zusammen mit der Meldung ist anzugeben, ob ein komplettes Ergebnisprotokoll gewünscht wird. Dafür kann der örtliche Ausrichter einen Berag bis zur Höhe der Postgebühren für einen Großbrief verlangen. Einzelblattkopien für einen entsprechenden Wettbewerb können am Veranstaltungstag direkt abgefordert werden.
  10. Die Betreuer erhalten kostenfreie Eintrittskarten für die Veranstaltung, und zwar

    für Deutsche Meisterschaften:
    1 Karte für bis zu 4 Teilnehmern
    2 Karten für 5 bis 7 Teilnehmern
    3 Karten für 8 bis 10 Teilnehmer
    zusätzlich eine weitere Karte für je 3 weitere Teilnehmer

    für Deutsche Hallenmeisterschaften:
    1 Karte für bis zu 4 Teilnehmern
    2 Karten für 5 bis 7 Teilnehmern
    3 Karten für 8 bis 11 Teilnehmer
    zusätzlich eine weitere Karte für je 4 weitere Teilnehmer

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