GEHER-RUNDBRIEF

Regel 230 der IWB - Internationalen Wettkampfbestimmungen

Wettkampfmäßiges Gehen ist eine Abfolge von Schritten, die so gesetzt werden, dass der Geher so Kontakt mit dem Boden hat, dass kein mit menschlichem Auge sichtbarer Kontaktverlust vorkommt. Das ausschreitende Bein muss vom Moment des Aufsetzens auf den Boden bis zur aufrechten Stellung gestreckt sein, d.h. am Knie nicht gebeugt.

Die Geher müssen einen Warnhinweise erhalten, wenn durch die Art ihrer Fortbewegung die Einhaltung der Bestimmungen gefährdet ist. Der Warnhinweis wird durch ein gelbes Schild angezeigt, auf dem auf beiden Seiten das Symbol des Verstoßes zu sehen ist.

Jeder Disqualifikationsantrag eines Gehrichters wird Verwarnung genannt. Verwarnungen sind den Gehern zu erteilen, wenn diese durch die Art ihrer Fortbewegung - sichtbarer Verlust des Bodenkontaktes oder gebeugtes Knie - während eines Teils des Wettkampfes die Bestimmungen nicht erfüllen.

Erhält ein Geher eine Verwarnung durch drei verschiedene Gehrichter, ist er disqualifiziert und muss durch den Gehrichterobmann oder durch dessen Assistenten über diese Disqualifikation unterrichtet werden. Die Disqualifikation wird durch ein rotes Schild angezeigt. Zur Information der Geher muss auf der Wettkampfstrecke eine Anzeigetafel aufgestellt sein, auf der die Anzahl der erhaltenen Verwarnungen zu angezeigt werden.

Bei internationalen Veranstaltungen (nur Olympische Spiele, Weltmeisterschaften und Weltcup) darf der Gehrichterobmann einen Aktiven auch dann disqualifizieren, wenn er zuvor noch keinerlei Verwarnungen erhalten hat, falls die Art ihrer Fortbewegung offensichtlich gegen die Bestimmungen verstößt. Diese Berechtigung hat der Obmann aber nur auf dem Weg von der Straße zur Leichtathletikanlage und in der Leichtathletikanlage, wenn der Wettbewerb dort endet oder auf den letzten 100 m, wenn der Wettbewerb ausschließlich auf der Laufbahn oder auf einer Straße stattfindet.

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